Die Prinzipien der Innenarchitektur

Wissenschaftlich lässt sich Innenarchitektur in einige Gestaltungsprinzipien zerlegen. Aber seien Sie sich dessen bewusst, denn dies sind keine Regeln, sondern sehen Sie die Prinzipien als grundlegende Grundlagen für ein Gefühl, ein Gespür oder eine Intuition für die Innenarchitektur.

Prinzip 1: EINHEIT

Bei der Innenarchitektur ist es notwendig, das Haus als Ganzes zu betrachten; eine Reihe von Räumen, die durch Hallen und Treppen miteinander verbunden sind. Es ist daher angemessen, dass ein gemeinsamer Stil und ein gemeinsames Thema durchgängig sind. Das soll nicht heißen, dass alle Einrichtungselemente gleich sein sollten, aber sie sollten zusammenarbeiten und sich gegenseitig ergänzen, um die gesamte Komposition zu stärken. Eine Möglichkeit, dieses Thema oder diese Handlung zu erstellen, ist der wohlüberlegte Einsatz von Farbe.

Prinzip 2: SCHWERPUNKT

Der größte Feind der Innenarchitektur ist die Langeweile. Ein gut gestalteter Raum hat je nach Größe immer einen oder mehrere Schwerpunkte. Ein Brennpunkt muss dominant sein, um Aufmerksamkeit zu erregen, und interessant genug, um den Betrachter zu ermutigen, weiter zu schauen. Ein Schwerpunkt muss daher einen bleibenden Eindruck hinterlassen, aber auch ein integraler Bestandteil der Dekoration sein, die durch Maßstab, Stil, Farbe oder Thema verbunden ist.

Prinzip 3: BALANCE

Ausgeglichenheit kann als gleichmäßige Verteilung des visuellen Gewichts in einem Raum beschrieben werden.
Die einfachste und formalste Art des Gleichgewichts ist das symmetrische Gleichgewicht, bei dem dieselben Objekte an denselben Positionen auf beiden Seiten einer vertikalen Achse wiederholt werden, wie man es in altmodischen Prunk- oder Galaräumen finden würde.

Asymmetrisches Gleichgewicht ist heute im Design angemessener. Das Gleichgewicht wird mit einigen unterschiedlichen Objekten erreicht, die das gleiche visuelle Gewicht oder die gleiche Augenattraktion haben. Asymmetrisches Gleichgewicht fühlt sich lockerer und weniger gekünstelt an, ist aber schwieriger zu erreichen.

Prinzip 4: ANTEIL

Proportion bezieht sich auf die relative Größe, gemessen an anderen Elementen oder an einer mentalen Norm oder einem Standard. Dieses Gestaltungsprinzip ist bei der Dekoration eines Raumes von größter Bedeutung.

Prinzip 5: RHYTHMUS

In musikalischer Hinsicht würden wir Rhythmus als den Takt oder Puls der Musik beschreiben. In der Innenarchitektur dreht sich bei Rhythmus alles um visuelle Musterwiederholung. Der visuelle Rhythmus basiert auf Bewegung. Wie in der Musik kann Rhythmus auch im Design staccato – abrupt und dynamisch oder legato – verbindend und fließend sein.

Prinzip 6: FARBE

Farbe ist ein Element, das bei Menschen eher Emotionen weckt, weil Farbe über andere Überlegungen hinaus den Wert des Lebens beeinflusst. Farben haben daher einen entscheidenden Einfluss auf die Atmosphäre, die Sie bei der Innenarchitektur schaffen möchten.

Prinzip 7: DETAILS

Ein weiteres wichtiges Element der Innenarchitektur, bei dem es notwendig ist, sich unendlich viel Mühe zu geben, sind Details. Alles, von der Borte des Lampenschirms über die Farbe der Paspelierung des Zierkissens bis hin zu den Lichtschaltern und Schrankgriffen, muss beachtet werden. Im Gegensatz zu Farbe finden Menschen Details langweilig. Infolgedessen wird es vernachlässigt und überflogen oder ganz weggelassen.
Da Farbe den ganzen Geist und das Leben eines Schemas ausdrückt; Details sind ebenso eine wichtige Grundlage der Innenarchitektur. Details sollten nicht offensichtlich sein, aber sie sollten stimmen und das Gesamtgefühl eines Raums verbessern.

Diese Prinzipien der Innenarchitektur sollten Sie leiten, wenn Sie anfangen, es selbst zu tun oder Ihre Ideen mit Ihrem Innenarchitekten zu besprechen.

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